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Uffu, uffu 9. September 2007

Posted by Vorlaut-Boy in Games.
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Vor Jahr und Tag wurde ich in die noble Kunst des Videospiels eingewiesen. Und zwar mit Hilfe des urst genialen Super Nintendo Entertainment Systems. Ich finde es übrigens super, dass gleich im ersten Satz „urst“ steht. Die Bedeutung des Wortes habe ich frisch nachgegoogelt. Wikipedia stempelt das Wort als DDR-Neologismus ab. Jugendliche benutzten angeblich dieses Wort als Ersatz für „sehr“ und „besonders“. Ob sie das auch heute noch tun, bedürfte näherer Prüfung, interessiert aber keine Sau.

Zurück zum Thema: Mir war also meine erste Videospielkonsole in die Hände gefallen. Die folgenden Tage brachte ich mit fanatischem Daddeln und Hämmern zu. Besonders fasziniert hat mich der Gorilla Donkey Kong. Seine Aufgabe bestand darin, hüpfender- und rollenderweise Krokodile, Geier und andere Lurche auszuschalten. Das Ganze ist dann noch in Level, und die Level in Welten unterteilt. Im Übrigen wusste sich Donkey damals sehr affentypisch zu verhalten: Er machte immerfort „ug, brüll“ und „uffu, uffu“ ezettera.

Heute hat sich das Bild des Donkey gewandelt: Er ist erkrankt. Erkrankt an schleichendem Amerikanismus. Sein Wortschatz erweiterte sich um „yeah“ und „cool“. Worte, die erschüttern. Des Weiteren bedient er sich jetzt modernsten Gerätes und heizt seinen Gegnern mit einer Kokosnuss-Bazooka ein.

Trotz dieser radikalen Entwicklung vom stolzen, gottgleichen Alpha-Gorilla zu einem jugendhaften Ballermannverschnitt mit unvermittelten Wachstumsschüben und Akne im Gesicht bin ich Donkey treu ergeben geblieben.

Ob ich demnächst gezwungen sein werde, den Niedergang des Affen zu vermelden, bleibt abzuwarten. Ich aber beschwöre Himmel und Hölle und bin bereit jeden anzufallen, der sich das wünscht.

In diesem Sinne: ein frohes Hupfen und Rollen.